VU A3 Ebreichsdorf - Trumau am 29.08.2014
Ein Toter und drei zum Teil Schwerverletzte - das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls auf der A3 Südostautobahn in der Nacht auf Freitag den 29. August 2014 im Bezirk Baden.
Nächtlicher Unfall auf der A3 - Ein Toter und drei VerletzteDer folgenschwere Verkehrsunfall ereignete sich gegen ca. 03 Uhr zwischen den Autobahnanschlussstellen Ebreichsdorf und Münchendorf im Gemeindegebiet von Trumau. Einer der Fahrzeuginsassen konnte über Notruf 122 bei der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Baden eine Meldung absetzen. Dabei konnte der Unfallort eingegrenzt aber auch mitgeteilt werden, dass das verunfallte Fahrzeug ursprünglich zwar auf der Richtungsfahrbahn Wien unterwegs war, jedoch das Fahrzeug soll bei dem Unfall die Mittelleitschiene durchbrochen haben und nun am Pannenstreifen auf der Richtungsfahrbahn Burgenland zum Stillstand gekommen sein. Ebenso konnte mitgeteilt werden, dass zwei der 4 Insassen nicht mehr auffindbar seien. Sofort wurde vom diensthabenden Leitstellendisponenten der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Baden die laut Autobahnalarmplan (Teilabschnitt Rfb Bgld.) zuständige Freiwillige Feuerwehr Trumau alarmiert und die Notruf NÖ Rettungsleitstelle darüber informiert. Ebenso wurde die zuständige Autobahnpolizeiinspektion Tribuswinkel verständigt.
Bei der Ausrückemeldung des Vorausfahrzeuges der FF Trumau wurden alle vorhanden Informationen den Einsatzkräften übermittelt. Als das erste Fahrzeug der Feuerwehr Trumau an der angegebenen Einsatzstelle eintraf konnten zwar die ersten Angaben grundsätzlich bestätigt werden, jedoch hatte das Unfallfahrzeug nicht wie ursprünglich gemeldet die Mittelleitschiene durchbrochen. Trümmerteile lagen zwar auf der Richtungsfahrbahn Burgenland, jedoch das Unfallwrack befand sich noch auf der Richtungsfahrbahn Wien kurz vor der Betriebsumkehr Trumau. Laut Feuerwehreinsatzleiter wird bei der Rückmeldung auch von kaotischen Zuständen vor Ort gesprochen. Einige nachkommende Fahrzeuglenker haben zwar angehalten, aber etliche anderen nachkommende Fahrzeuge (Pkws u. LKWs), passierten die Unfallstelle mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Zahlreiche Zivilisten liefen in der absoluten Dunkelheit auf den betroffenen Fahrbahnen umher. Auch auf der Richtungsfahrbahn Wien lagen unzählige Fahrzeugteile über alle Fahrstreifen verteilt. Dadurch kam es zu mehreren gefährlichen Situationen für die eintreffenden Einsatzkräfte. Umgehend war es deshalb erforderlich die Einsatzstelle so rasch wie möglich abzusichern, ehe überhaupt eine genauere Lageerkundung durchgeführt werden konnte.
Wie es sich herausstellte langten auch bei der Rettungsleitstelle andere Ortsangaben bezüglich eines schweren Unfalls auf der A3 ein, wobei der mehrere Kilometer weiter entfernte Bereich Hornstein (Bgld.) genannt wurde. Deshalb wurden auch Rettungs-und Feuerwehreinsatzkräfte aus diesem Bereich alarmiert und auf die Autobahn entsendet. Beim Eintreffen der FF Trumau am Einsatzort wurden 3 Verletzte aufgefunden, die dem FW-Einsatzleiter mitteilten, dass auch noch eine vierte Person am Unfall beteiligt war und noch nicht aufgefunden wurde. Daraufhin wurde die Nachalarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Ebreichsdorf zu einem Verkehrsunfall mit Personensuche alarmiert. Feuerwehrärzte der Freiwilligen Feuerwehr Trumau übernahmen die Erstversorgung bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungs- bzw. Notarztteams. Wenig später wurde die 4te Person im Bereich der Autobahn Böschung liegend aufgefunden. Für den Mann kam leider jede Hilfe zu spät. Die Ärzte konnten nur mehr den Tod feststellen.
Laut Presseaussendung der Landespolizeidirektion NÖ ist unter anderem zu erfahren: ....im Gemeindegebiet von Trumau, bei Strkm. 4,310, dürfte der alkoholisierte Lenker vermutlich die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben und ins Schleudern gekommen sein. Der Pkw touchierte die Mittelleitschiene, prallte von dieser ab und in weiterer Folge gegen die rechte Leitschiene. Der Beifahrer wurde vermutlich aus dem Seitenfenster geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lenker erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Notarztwagen in das Unfallkrankenhaus Meidling verbracht. Die beiden anderen Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen......
Nach der Unfallaufnahme und Freigabe durch die Autobahnpolizei Tribuswinkel wurde das Unfallwrack von der FF Ebreichsdorf geborgen und von den Feuerwehreinsatzkräften die Unfallstelle geräumt.
Durch die Wucht des Aufpralls glich die A3 einem Schlachtfeld. Zahlreiche Fahrzeugteile wurden auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Die Feuerwehr Trumau und ein Fahrzeug der ASFiNAG sicherten Richtung Burgenland die Überholspur auf der diese Teile lagen ab. Ein Fahrzeuglenker aus Wien prallte wenig später gegen das Fahrzeug der ASFiNAG. Dabei wurde eine Seitentür aus dem Fahrzeug gerissen. Der Lenker war nach ersten Informationen vermutlich ebenfalls alkoholisiert. Er konnte die Fahrt nicht fortsetzen, der Wagen musste von der Feuerwehr Trumau geborgen werden. Die Fahrbahnen wurden anschließend von einem Spezialfahrzeug gereinigt.
Bericht: Stefan Schneider BFK Presseteam, FF Trumau u. Presseaussendung LPD NÖ
Fotos: © Thomas Lenger / Monatsrevue
Weitere Informationen finden Sie hier: FF Trumau, FF Ebreichsdorf, Presseaussendung Landespolizeidirektion NÖ
Berichte in den Medien: Monatsrevue.at, ORF NÖ.at, Heute.at, Krone.at, Kurier.at, NöN.at,
Beitrag erstellt am 30. August 2014
Stefan Schneider BFK Presseteam


