Vermeintl. Gasaustritt in Pottendorf am 08.05.2015 (Kopie) (Kopie)

Ein rätselhafter Vorfall forderte 6 Verletzte Personen in den gestrigen Abendstunden des 09.Mai 2015 in Pottendorf. Wobei auch ein Kleinkind betroffen ist und 2 Personen sogar von den alarmierten Notarztteams als schwer Verletzt eingestuft wurden.
Vermeintlicher Gasaustritt forderte mehrere VerletzteKurz nach 20:30h langte über Notruf 122 bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden der erste Hilferuf ein. Dabei wurde mitgeteilt, dass sich gerade eine Personengruppe von 5 Erwachsenen und einem Kleinkind im Innenhof einer Mehrparteien-Wohnhausanlage im Freien aufhielten und über plötzlichen Husten, Kopfweh und Übelkeit klagten. Aber auch der Verdacht eines Gasaustrittes wurde dabei geäußert. Umgehend alarmierte deshalb der diensthabende Leitstellendisponent die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Pottendorf zum Gasaustritt, verständigte sofort die Rettungsleistelle und forderte auch einen Techniker des zuständigen Energieversorgers an. Seitens der Rettungsleitstelle wird daraufhin ein Großaufgebot an Rettungskräften entsendet. Über die Feuerwehr Bezirksalarmzentrale wird auch der Bereitschaftsoffizier des Schadstoffzuges des Bezirksfeuerwehrkommandos verständigt.
Für die eintreffenden Feuerwehreinsatzkräfte, unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Adolf Pfingstl, ergab sich folgendes Bild: Die betroffenen Personen wurde bereits vom ersten eintreffenden Rettungsteam des Roten Kreuz Landegg-Ebenfurth auf der Straße erstversorgt. Innerhalb kürzester Zeit trafen dann weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr- Rettung und Polizei vor Ort ein. Umgehend lies der Feuerwehreinsatzleiter das betroffene Gebiet durch seine Feuerwehreinsatzkräfte unter Atemschutz und ausgerüstet mit Gas Messgeräten auf eine mögliche Gefahrenquelle absuchen. Ebenso wurde der direkte Zugang zu dem Innenhof abgesperrt und die direkt angrenzenden Stiegenhäuser der Wohnhausanlage evakuiert. Weiteres wurden die durch den Großeinsatz aufmerksam gewordenen Bewohner, welche aus den Fenstern in den Innenhof blickten, seitens den Feuerwehreinsatzkräften aufgefordert die Fenster zu schließen, kein Licht einzuschalten und keine stromführenden Gerätschaften bis zur Entwarnung zu betätigen.
Die umfangreichen wiederkehrenden laufenden Messungen der Feuerwehr und des Energieversorgers ergaben aber nichts. Es konnte kein austretender Schadstoff oder Gas weder im Freien, noch in der Kanalisation oder in der gesamten Wohnhausanlage gemessen werden. Daher konnte auch der bereits in Anfahrt befindliche Schadstoffzug der FF Möllersdorf wieder storniert werden. Ein Schwerverletzter wurde mit den ÖAMTC Notarzthubschrauber aus Wr.Neustadt abtransportiert und der zweite Schwerverletzte mit dem Notarztwagen des RK Baden. Die anderen 4 Personen mit ungekanntem Verletzungsgrad wurden in umliegenden Spitäler von den Rettungskräften eingeliefert. Die weiteren Erhebungen über einer möglichen Ursache werden durch die örtliche Polizeiinspektion durchgeführt.
Die Feuerwehr stand mit 4 Fahrzeugen und 25 Feuerwehrleuten ca. 2,5 Std.im Einsatz.
Bericht: BSB Stefan Schneider BFK Presseteam
Fotos: © Stefan Schneider u. Thomas Lenger
Weitere Informationen finden Sie hier: FF Pottendorf
Berichte in den Medien: Monatsrevue.at, ORF NÖ.at,








Beitrag erstellt am 09. Mai 2015
BSB Stefan Schneider BFK Presseteam


