Unimogumbau FF Grossau
In den frühen 50er Jahren beginnt die Erfolgsgeschichte des Unimogs. Das Universalmotorgerät vereinte die Vorzüge eines LKW mit der Geländegängigkeit eines Traktors. Der Alleskönner mauserte sich auch zu einem verlässlichen Einsatzfahrzeug für Feuerwehren auf der ganzen Welt. Auch bei der niederösterreichischen Freiwilligen Feuerwehr Großau steht ein Unimog 1750L.
Das neue "alte" Tanklöschfahrzeug der FF Großau
Die Geschichte.
Der Unimog der Freiwilligen Feuerwehr Grossau wurde im Jahr 1991 angeschafft. Den feuerwehrtechnischen Aufbau lieferte die oesterreichische Firma Marte. Das Aufbaukonzept war durchdacht und simpel. Man wollte ein Loeschfahrzeug, welches auch als Ergaenzungsfahrzeug bei Menschenrettungen eingesetzt werden konnte. So wurde ein Tankloeschfahrzeug mit 1000l Wassertank, Seilwinde und hydraulischem Rettungssatz aufgebaut. Der leichte und kompakte Aufbau sorgte fuer ein hervorragendes Fahrverhalten abseits der befestigten Strassen.





Nach nunmehr 24 Dienstjahren merkte man dem Aufbau sein Alter schoen langsam an. So wurden Stimmen laut, eine Ersatzbeschaffung durchzufuehren. Doch das Fahrgestell stand da wie neu, dem unverwuestlichen Unimog merkt man die vielen Dienstjahre kein bisschen an. So entschied sich das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Grossau zu einem Refurbishment. Man wollte das Fahrgestell erhalten und den Aufbau an die heutigen Herausforderungen anpassen.



So wurde im Fruehjahr 2015 das Projekt Unimog NEU gestartet. Die Suche nach einem geeigneten Fahrzeugbauer fuehrte die Projektgruppe schliesslich nach Kaernten zu der kleinen Firma Nusser. Die Feuerwehrfahrzeugmanufaktur bot die beste Loesung fuer den Alleskoenner an. Gemeinsam mit dem Aufbauhersteller begann man nun das Gesamtkonzept fuer den Umbau zu besprechen.
Ziemlich schnell war klar, dass der Aufbau komplett ersetzt werden muss. Dadurch eroeffnete sich die Chance, einen 2000 Liter Wassertank einzubauen. Die alte Feuerloeschkreiselpumpe und die Hochdruckhaspel wurden einem umfangreichen Service unterzogen und im neuen Aluminiumaufbau integriert. Zusaetzlich wurde ein weiterer C-Ausgang, an den ein 30 Meter langer Schlauch mit einem Schaumschnellangriffsrohr angekuppelt ist, eingebaut. Aus Platzgruenden in der Mannschaftskabine behielt man das Konzept mit den im Geraeteraum verstauten Atemschutzgeraeten bei. Der Atemschutztrupp ruestet sich, wie zuvor auch schon, erst an der Einsatzstelle mit den Pressluftatmern aus.












Die Umfeldbeleuchtung, Geraeteraumbeleuchtung und der pneumatische Lichtmast sind mit LED Scheinwerfern ausgeruestet und gewaehrleisten auch in der Nacht ein sicheres Arbeiten. Zusaetzlich koennen mit dem 13kVA Stromerzeuger auch LED Fluter betrieben werden. Die LED Sondersignalanlage kommt von der Firma Eurosignal Tritec.






Die Idee das Fahrgestell zu erhalten und nur den Aufbau zu erneuern, haette nicht besser gelingen koennen. Der Unimog steht nun als modernes schlagkraeftiges und gelaendetaugliches Tankloeschfahrzeug der Bevoelkerung zur Verfuegung. Nach der Rundumerneuerung wird der Unimog noch viele weitere Jahre im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Grossau bleiben.




Text: Clemens Kohlhuber und Daniel Wirth
Weitere Infos finden Sie hier: FF Grossau
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Beitrag erstellt am 20. Juli 2016
ASB oeA Daniel Wirth

