Schadstoffeinsatz in Traiskirchen am 15.07.16

In den Freitagabendstunden des 15. Juli 2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr Traiskirchen-Stadt erneut zu einem Schadstoffeinsatz mit der Alarmierungsmeldung Verdacht von CO (Kohlenmonoxid)-Austritt" zu einem Mehrparteienwohnhaus im Stadtgebiet alarmiert.
Vermeintlicher Schadstoffaustritt bei WohnhausanlageNeuerlich meldete sich eine Bewohnerin, wie auch schon vom Vortag bei der örtlichen Feuerwehr und ersucht um Hilfe. Neben der FF Traiskirchen, verständigte sofort der diensthabende Leitstellendisponent der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Baden die Rettungsleitstelle über den Vorfall und forderte Rettungskräfte zur Unterstützung an. Diese alarmierte das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und ein Rettungstransportfahrzeug (RTW) des Roten Kreuz Baden, sowie einen RTW vom Arbeiter Samariterbund Traiskirchen. Auch die Polizei wurde von der Feuerwehr angefordert.
Nachdem die Feuerwehreinsatzkräfte nur kurze Zeit später am Einsatzort eintrafen, veranlasste der Feuerwehreinsatzleiter eine sofortige Evakuierung aller Bewohner der kompletten Wohnhausanlage. Gleichzeitig entsendete er einen Atemschutztrupp, ausgerüstet mit zwei Messgeräten, zur weiteren Erkundung ins Gebäude und lies einen Hochleistungslüfter zur Belüftung in Stellung bringen.
Einige Bewohner klagten über gleiche Symptome wie am Vortag: Übelkeit, Kopfschmerzen, geschwollene bzw. juckende Augen. Die eintreffenden Rettungskräfte, sowie der Notarzt übernahmen die Versorgung der betroffenen Bewohner.

Auch die Stadtgemeinde wurde über den Vorfall von der Feuerwehr umgehend verständigt. Bei allen durchgeführten Arbeiten der Fachfirmen bzw. des Energieversorgers konnte ebenso keine Ursache festgestellt, die für das vermutliche Auftreten der Symptome der Hausbewohner verantwortlich gemacht werden konnten. Weitere nachgeforderte Messgeräte vom Schadstoffstützpunkt der FF Möllersdorf treffen an der Einsatzstelle ein.
Zur Absicherung der Verantwortlichen des betroffenen Mehrparteienwohnhauses wurde die Feuerwehr, seitens der Stadtgemeinde beauftragt, auch noch Messungen nach Stoffen bzw. eventuellen Chemikalien in Kanalsystem / Wohnraum und in den betroffenen Wohnungen durchzuführen.
Dazu forderte der Feuerwehreinsatzleiter in Absprache mit dem Bezirkssachbearbeiter Schadstoffdienst, welcher ebenfalls zur Beratung an der Einsatzstelle beigezogen wurde, ein spezielles Umweltmessgerät der Feuerwehr nach. Dabei kamen speziell ausgebildete Fachkräfte der FF St.Pölten-Stadt mit dem Umweltschutz-Messdienstfahrzeug zum Einsatz. Diese besitzen eines von 3 in Nö vom Landesfeuerverband stationierten Sondermessgeräten, dem sogenannte GAD2 (für den Laien ein auch als Minilabor vorstellbares Mess-/Prüf-Gerät).





Auch bei diesen Messarbeiten konnte aber kein austretender Gefahrstoff bzw. eine Umweltgefährdung für die Bewohner/Bevölkerung gemessen werden. Somit wurde das Wohngebäude für die Bewohner wieder freigegeben und der Feuerwehreinsatz konnte gegen 22:15 Uhr endgültig beendet werden.
Fotos: © Daniel Wirth BFK Presseteam u. Thomas Lenger Monatsrevue.at
FF Traiskirchen-Stadt; FF Möllersdorf; FF St.Pölten-Stadt
Bericht auf Monatsrevue.at
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Beitrag erstellt am 17. Juli 201&
BSB Stefan Schneider BFK


