122Notruf

CO Alarm St. Veit am 26.01.2014

Beim Betreten des Hauses schlugen die Gasmessgeräte der Sanitäter an und zeigten eine hohe CO-Konzentration, woraufhin die FF St. Veit/Tr. mit dem Meldebild "Gasgebrechen bzw. Gasaustritt" alarmiert wurde.

Vier Menschen nach CO-Austritt gerettet
Am 26.1.2014 kurz nach 11 Uhr wurden die Sanitaeter der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Berndorf-St. Veit in ein St. Veiter Einfamilienhaus wegen eines medizinischen Notfalles gerufen. Beim Betreten des Hauses schlugen die Gasmessgeraete der Sanitaeter an und zeigten eine hohe CO-Konzentration, woraufhin die FF St. Veit/Tr. mit dem Meldebild "Gasgebrechen bzw. Gasaustritt" alarmiert wurde. In vorbildlicher Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehrkraeften, den Sanitaetern und der Polizeistreife Berndorf konnte die vierkoepfige Familie, die bereits ueber starke uebelkeit klage, aus dem Haus gerettet und in den Rot-Kreuz- bzw. Feuerfahrzeugen von den Rot-Kreuz- und Feuerwehr-Sanitaetern und vom ebenfalls alarmierten Arzt behandelt werden.

Kurz danach traf bereits der Rettungshubschrauber "Christophorus 9" ein, der die Frau mit Verdacht auf CO-Vergiftung ins Landeskrankenhaus Wr. Neustadt flog, der Familienvater und die beiden Kinder wurden vom Roten Kreuz ebenfalls ins Klinikum Wr. Neustadt verbracht.

Ein Atemschutztrupp der FF St. Veit/Tr. stellte bei den im Haus vorgefundenen Herd und Gas-Heizungsgeraet die Gaszufuhr ab und oeffnete saemtliche Fenster des Hauses, um dadurch fuer ein gute Durchlueftung zu sorgen.

Nach ca. einer Stunde konnte die Feuerwehr St. Veit wieder einruecken und die Einsatzbereitschaft herstellen, es waren 23 Mann mit drei Fahrzeugen (RLF-A 2000, TLF-A 2000 und LF-B) unter der Einsatzleitung von OBI Christian Ringhofer im Einsatz.

Informationen bzw. Hinweise zu Kohlenmonoxid (CO):
- Quelle: ASB Ing. Christian Dolkowski

Kohlenmonoxid entsteht bei unvollstaendiger Verbrennung. Wie kann es dazu kommen? Viele Waermegeraete wie Gastherme, oelheizung, Kachelofen, Gasherd benoetigen fuer eine vollstaendige Verbrennung ausreichend Sauerstoff.
Eine regelmaessige Wartung und ueberpruefung der Thermen, Durchlauferhitzer und Heizgeraete ist fuer deren Betrieb unerlaesslich.
Im Winter ist die Gefahr besonders gross, dass falsche „Isoliermassnahmen" den fuer die Verbrennung notwendigen Sauerstoff fernhalten. Heizraeume bzw. Badezimmer in denen eine offene Flamme brennt, muessen immer entsprechend belueftet sein. Ausserdem muss der Abluftkanal (Kamin) immer frei sein und ist daher regelmaessig durch einen Rauchfangkehrer zu pruefen. Ein verlegter Kamin oder das Zustopfen von Lueftungsoeffnungen um „Energie zu sparen" kann somit lebensgefaehrlich werden! Bedauerlicherweise koennen wir mit unseren Sinnesorganen dieses gefaehrliche Gas nicht wahrnehmen. Eine CO Vergiftung aeussert sich durch ploetzlich auftretende Muedigkeit eventuell verbunden mit Schwindelgefuehl, uebelkeit und Sehstoerungen. In diesem Fall unbedingt fuer Frischluft sorgen, wenn moeglich Gefahrenbereich verlassen, Zuendquellen vermeiden (CO ist brennbar) und ueber Notruf Hilfe herbeirufen (144 Rettung, 122 Feuerwehr). Abgesehen von Brandmeldern sind auch CO-Warner im Fachhandel (u.a. bei Firmen die Feuerloescher verkaufen) schon um ca. 50.- € erhaeltlich und koennen auch ihr Leben retten. (Vielleich ein sinnvolles Geschenk?)

Weitere Infos finden Sie hier: FF St. Veit/Triesting

Bericht: Johannes Weinbauer, V
Fotos: Michael Hafellner, FM


Beitrag erstellt am 27. Jaenner 2013
Daniel Wirth