Brand eines PV-Speichers
Am Samstag 11. Juli 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Baden Weikersdorf zu einem ganz speziellen Brandereignis alarmiert. Bei einer Photovoltaik-Anlage kam es in einem Wohnhaus zu einem Zwischenfall. Der Hausbewohner bemerkte einen beißenden Geruch und hielt Nachschau. Aus unbekannter Ursache begann der PV-Speicher (Batterie) im Kellerbereich des Objekts zu rauchen.

..."Als wir eingetroffen sind vernahm ich bei meiner Erkundung sofort einen stechenden Geruch und der betroffene Wohnbereich war bereits verraucht. Die Hausbewohner erwarteten uns im Freien und konnten mir ihre Wahrnehmungen mitteilen, sowie die Örtlichkeit der Anlage. Sofort ließ ich eine Löschleitung aufbauen und schickte einen Atemschutztrupp zur weiteren Erkundung ins Gebäude" - so Einsatzleiter Hauptbrandmeister (HBM) Gerhard Filip der FF Baden Weikersdorf.
Dem Atemschutztrupp gelang es daraufhin den reagierenden PV-Speicher vom Netz zu trennen (unter zusätzlicher Elektro-Schutzbekleidung) und ins Freie zu bergen, wo dieser in einem mit Wasser gefüllten Fass gesichert wurde. Mit zwei Hochleistungslüftern wurde das Gebäude belüftet. Da jedoch trotz Belüftungsmaßnahmen eine Kontamination (noch erhöhte Schadstoffwerte in Luft) im Wohnbereich mittels Mehrgasmessgerät der Feuerwehr festgestellt wurde, forderte der Einsatzleiter auch die spezielle Messdiensteinheit des Bezirksfeuerwehrkommandos Baden (stationiert bei der FF Kottingbrunn) nach und hielt telefonisch Rücksprache mit dem BFK-Schadstoffberatungsdienst.
Bis zu dessen Eintreffen wurde weiterhin das Gebäude belüftet und der im Wasserbad (Fass) gesicherte PV-Speicher laufend mit der Wärmebildkamera auf Erhitzung/Reaktion kontrolliert.
Durch den eingetroffenen Messdienst der Feuerwehr wurden in Folge umfangreiche Messungen auf Schadstoffe durchgeführt. Sowohl am PV-Speicher im Wasser gefülltem Fass, als auch durch einen unterwiesenen Atemschutzgeräteträger mit einem speziellen Luft-Messgerät im Wohnhaus.
Um die gesundheitliche Gefährdung für die Hausbewohner auszuschließen musste der betroffene Bereich anschließend noch über einige Stunden ausreichend belüftet werden, ehe diese nach einer Nachkontrolle und nochmaligen Messungen durch die Feuerwehr (inkl. Mitgliedern vom Schadstoff Beratungsdienst NÖLFV) wieder in alle Bereiche des Objekts zurückdurften.
Bericht: Stefan Schneider BFKDO BADEN
Fotos: Markus Czaker FF Baden Weikersdorf und Stefan Schneider BFKDO BADEN
FF Baden Weikersdorf(FB); FF Kottingbrunn; Schadstoff Beratungsdienst NÖLFV

























FF Baden Weikersdorf(FB); FF Kottingbrunn;
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Stefan Schneider BFKDO BADEN
